Hubertusrennen 20.10.2019


Ein kleiner Bericht zum Hubertusrennen was gleichzeitig auch die Landessieger Veranstaltung der Landesgruppe Baden Kurpfalz war.

 

Die Hinfahrt war schon ein kleines Abenteuer. Stau auf der Autobahn zwangen mich zum "Überland" fahren. Doch auch in Sinsheim war Stau angesagt. In weiteren Orten Baustelle und Umleitung und so benötigten wir für knappe 70km fast 1,5 Stunden.

Aber angekommen, Wohnwagen aufgestellt und Wochenende einleiten.

In der Regel haben wir zum Rennen IMMER schönes Wetter. Ich kann mich nur an ein Rennen 2013 erinnern, wo wir sprichwörtlich abgesoffen waren. Die Bahn sah hinterher aus wie eine Matschgrube.


Wir hatten damals 3 Greys am Start, die wir dann auch nach dem Vorlauf zurück gezogen haben, da die Bahn für die Gewichts / Geschwindigkeit nicht mehr ausreichend sicher war.

Dieses mal dachte ich, kommt es wieder so. bzw. ich dachte, wir können das Rennen gar nicht ziehen.
Es hat am Samstag immer wieder und die Nacht auf Sonntag fast durchgehend geregnet.

Die Bahn ist zwar an sich sehr aufnahmefähig was Wasser angeht, da sie leicht nach innen geneigt ist, das Innenfeld tiefer liegt und auch Drainagen unter der Bahn liegen, die das absackende Wasser ins Innenfeld abtransportieren. Trotzdem ist jede noch so gute Bahn irgendwann mal satt.

Am Sonntag früh bin ich um kurz nach 6 gleich mal raus und hab meine Runde im Dunkeln gedreht um zu sehen, ob ich unsere 3 gleich zurück ziehen werde.
Doch überraschenderweise war die Startgerade, sowie die obere Kurve in einem sehr guten Zustand.
Die Zielgerade dafür waren schwer und nass und tief.

Nun galt es abzuwarten, was das Schiedsgericht entscheiden würde. Rennbeginn verschieben? Nur einen Lauf ziehen und nach Einlauf platzieren oder gar das Rennen absagen? Es blieb spannend.

Doch da der Regen gegen 6 Uhr aufhörte, es dann sogar klar wurde und kein Regen mehr angesagt und sogar die Sonne herauskommen sollte, wurde der Rennbeginn erst mal um 1 Stunde verschoben. Danach wollte man noch mal schauen.


Ich bin dann gegen 8 Uhr noch mal die Bahn abgegangen und man merkte schon, das es deutlich besser war.
Vor dem Rennbeginn hab ich auch mit unserem Bahnverantwortlichen Holly gesprochen. Er kennt ja das Problem; Greyhounds auf Gras und dann noch Nass - aber er wusste ja auch was die Wetter App sagte und hat aus weiser Voraussicht am Vortag die Zielgerade nicht so kurz gemäht, wie den Rest der Bahn.
Was helfen würde, das sie nicht gleich so Matschig werden würde.

Aufgrund meines Bauchgefühls für unsere Hunde (die ja von Anfang an alle Untergründe, auch nasse, rutschige und Unebene kennen lernen dürfen/müssen)  entschied ich, das unsere 3 an den Start gingen. Erst mal nur den Vorlauf, alles Weitere würde sich später entscheiden.


Sanyi hatte seinen Abschiedslauf und für Boa sollte es der "Einstand" auf ihrer Hausbahn werden.
Maya war "nur" die tapfere Mitläuferin. Sie war noch nicht ganz aus ihren 120 Tagen Nachhitze raus, die sie in der Regel benötigt, aber sie war motiviert.
Pünktlich um 10:30 begann das Rennen für die anwesenden 114 Hunde. Eine tolle Meldezahl für eine Grasbahn. Wir hatten Lauf 7.

Sanyi in die 1, da er immer gut die Kurven nahm, Boa in die 3, da sie relativ mittig bis Rail lief und Maya die 5, da sie gern etwas weiter raus geht. So kamen sie sich nicht in die Quere.
Boa lief natürlich nicht die hammer Zeit, die sie 14 Tage vorher im Training hatte. Was klar war, denn die Bahn war sehr tief und schwer zu laufen.

Habe nur das Video vom Vorlauf

https://youtu.be/mKbAyqr48uA

Nicht wundern, die Durchsage des Zieleinlaufs ist nicht korrekt. Richtig war Rot, Weiß, Blau.

Alle 3 waren gesund und munter nach dem Lauf, brauchten auch recht wenig zum herunterkommen. Es gab in der Pause die am Vortag vorbereitete Hühnerbrühe und das Pulver aus dem Schlittenhundesport für "während der Belastung" welches eine sehr gute Akzeptanz hat

Die notwendige Tierarzt Kontrolle am Mittag entschied auch, das alle 3 fit waren und auch das Finale liefen.

Der Wettergott hielt - mal wieder war er ein "Oberhausener" wie wir immer scherzen.
Wir hatten eine tolle Stimmung, das Essen war wieder mal super lecker und das Rennen konnte ohne Pannen oder Ausfälle und (meines Wissens) auch ohne Verletzungen beendet werden.


Die Siegerehrung fand im Freien bei beginnender Dämmerung statt. Zur Siegerehrung gab es sogar noch Lose mit den Startnummern, es wurden mehrere Präsente an die Teilnehmer vergeben. Eine gute Idee, so blieben auch die meisten bis fast zum Ende der Siegerehrung.

Boa also 1ste und somit Landesrennsieger Baden Kurpfalz 2019, Sanyi in seinem letzten Rennen 2ter und Maya 3te. Er wurde mit einer schönen Abschiedsdecke sowie ein paar Worte über seine Leistungen offiziell von der Rennbahn verabschiedet.

Den Abend ließen wir bei Pizza und Wein ausklingen und in der Nacht hörte ich, wie der Regen wieder einsetzte!

Es war wieder mal eine super Veranstaltung und ein perfekter Saison Abschluss!

Dieses mal nur ein paar Bildchen ....

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